Auf einen Blick
- Whitening-Zahnpasta entfernt Auflagerungen von Kaffee, Tee, Rotwein und Tabak. Sie bleicht nicht.
- Gesetzlich ist ein Abrieb bis RDA 250 erlaubt. Weißmacher-Pasten liegen meist höher als normale Zahnpasta.
- Bei freiliegenden Zahnhälsen oder empfindlichen Zähnen eine Paste mit niedrigem RDA-Wert wählen.
- Stiftung Warentest rät von Zahnpasta mit Titandioxid ab.
Wie Whitening-Zahnpasta arbeitet
Hinter dem Versprechen „weißere Zähne“ stecken je nach Produkt drei verschiedene Ansätze. Oft kombiniert eine Paste mehrere davon.
| Ansatz | Was passiert | Grenze |
|---|---|---|
| Putzkörper (Abrasiva) | feine Schleifpartikel polieren Beläge und Verfärbungen ab | trägt bei zu viel Druck auch Zahnsubstanz ab |
| Enzyme und Wirkstoffe gegen Beläge | lösen Eiweißschicht, an der Farbstoffe haften | wirkt nur an der Oberfläche |
| Blaues Pigment | legt einen hauchdünnen bläulichen Film auf, Gelb wirkt dadurch neutraler | hält nur bis zum nächsten Essen oder Trinken |
Keiner der drei Ansätze verändert die Farbe im Inneren des Zahns. Die entsteht vor allem durch das Dentin unter dem Schmelz. Das erreicht nur ein Bleichmittel, wie es in Strips oder beim Zahnarzt verwendet wird.
Der RDA-Wert
RDA steht für „Radioactive Dentin Abrasion“ und beschreibt, wie stark eine Zahnpasta am Dentin schmirgelt. Gemessen wird im Labor an Zahnproben, verglichen mit einer Referenzpaste. In Deutschland ist ein Wert bis 250 erlaubt.
Viele Hersteller drucken den RDA-Wert nicht auf die Tube. Dann hilft eine Anfrage beim Hersteller oder ein Blick in Testberichte. Als grobe Orientierung gilt: Wer freiliegende Zahnhälse hat, sollte eine Paste mit niedrigem Abrieb nehmen, denn das Dentin dort ist weicher als Schmelz.
Für wen sie sich lohnt
- Sie trinken viel Kaffee, Tee oder Rotwein oder rauchen, und die Verfärbung sitzt sichtbar auf der Oberfläche.
- Sie haben gebleicht und wollen das Ergebnis länger halten.
- Sie wollen vorsichtig anfangen, ohne Bleichmittel.
Wenig bringt sie, wenn Ihre Zähne von Natur aus gelblich sind, wenn ein einzelner Zahn nach einer Wurzelbehandlung dunkel geworden ist oder wenn weiße oder braune Flecken im Schmelz sitzen. Mehr zu den Ursachen steht unter gelbe Zähne.
Richtig putzen mit Weißmacher-Paste
- Mit wenig Druck putzen. Eine elektrische Zahnbürste mit Andruckkontrolle hilft dabei.
- Nach säurehaltigem Essen und Trinken wie Saft oder Wein nicht sofort schrubben. Säure weicht den Schmelz kurzzeitig auf.
- Auf Fluorid in der Zutatenliste achten. Es härtet den Schmelz.
Häufige Fragen
Kann ich Whitening-Zahnpasta jeden Tag benutzen?
Bei gesunden Zähnen in der Regel ja. Wer freiliegende Zahnhälse oder empfindliche Zähne hat, sollte auf einen niedrigen RDA-Wert achten oder die Whitening-Paste nur im Wechsel mit einer milden Zahnpasta nehmen.
Wie schnell wirkt eine Weißmacher-Zahnpasta?
Pasten mit blauem Farbpigment wirken direkt nach dem Putzen, aber nur für Stunden. Das Entfernen von Belägen zeigt sich nach einigen Tagen bis Wochen regelmäßigen Putzens.
Hilft Whitening-Zahnpasta bei gelben Zähnen von Natur aus?
Kaum. Wenn das Dentin unter dem Schmelz gelblich ist, kommt Zahnpasta nicht heran. Dann hilft nur ein Bleichmittel, das in den Zahn eindringt.
Quellen
- Stiftung Warentest: Zahnpasta im Test
- Apotheken Umschau: Zahnpasta, welche ist die richtige für mich?
- Verbraucherzentrale: Bleaching, Möglichkeiten der Zahnaufhellung (Stand 05.05.2025)
Zahnweiß ist ein unabhängiger Ratgeber zur Zahnaufhellung. Die Inhalte beruhen auf den genannten Quellen von Behörden, Verbraucherschutz und Forschung. Sie ersetzen keine Untersuchung in der Zahnarztpraxis. Stand: Oktober 2026.